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Holzstich

Holzstich

Kunstgeschichte: In England vom frühen 18. Jahrhundert an erprobt und vor allem von Thomas Bewick seit den 1770er Jahren für die Buchillustration entwickelt und verfeinert. Allgemein seit den 1830er Jahren bis gegen 1900 fast ausschliesslich für die Reproduktionsgraphik in der Buchillustration in Gebrauch; die Ausführung ist wie beim Stahlstich mitunter von hoher handwerklicher Qualität. Im 20. Jahrhundert sowohl für Gebrauchs- als auch für Künstlergraphik angewendet und oft mit dem Holzschnitt, zur linearen Akzentuierung des Flächenschnitts, kombiniert.
 
Verfahren: In der Reproduktionsgraphik ist der Holzstecher oder Xylograph mit dem Bildentwerfer sachgemäss meist identisch. Bewick, der noch sein eigener Zeichner war und eigenhändig produzierte, gründet auf der schon vor 1500 erprobten Manier des Weisslinienschnitts, bei dem die Zeichnung auf dem Stock vom Formschneider nicht umschnitten, sondern in die Tiefe graviert wird; die farbetragenden druckenden Stellen sind aber wie in der Schwarzlinientechnik die Oberflächen des Holzbretts. Im Gegensatz zum Holzschnitt wird seit Bewick nicht ein Langholzbrett, sondern das viel härtere Kern- oder Hirnholzbrett, welches quer zur Faser oder Baumachse geschnitten wurde, bearbeitet. Der Stock ist meist Buchsbaumholz; in diesem widerstandsfähigen Material sind sehr enge und feine, im Druck daher tonig wirkende Strichlagen möglich. Die Zeichnung, seit den 1860er Jahren zunehmend auch die auf eine lichtempfindliche Oberflächenschicht übertragene Photographie, wird mittels verschiedener Stichel und Nadeln meist nur millimetertief in den Stock graviert. Farbdruck in England von George Baxter seit den 1830er Jahren erprobt. Nach der Jahrhundertmitte Farbdruck mit bis zu 16 Tonstöcken (für Flächendruck) und Farbstöcken (für Liniendruck) vorwiegend für Gebrauchsgraphik, Gemäldereproduktionen sowie Buchillustrationen angewendet.
 
Holzstich vergrössernAuf dem abgezogenen Druck sind sowohl schwarze oder weisse Linien als auch Flächen zu zu sehen. Besonders die nichtdruckenden Vertiefungen ergeben allerfeinste, an- und abschwellende Linien, Parallelschraffuren und Kreuzlagen, welche auch unterbrochen, stellenweise wie punktiert und ihrer Zusammenstellung wie abgestufte Grauwerte erscheinen. So bilden zumal im Tonholzstich das Nebeneinander von Schwarzlinien- und Weisslinienkreuzungen sowie rasterartig wirkende Agglomerationen von Punkten die charakteristischen Merkmale der Holzstichtechnik. Der Rotationsdruck produziert sehr hohe Auflagen, Tausende von Exemplaren, in praktisch unveränderter Qualität.
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