Menu
HOME HOME
EVENTS / NEWS EVENTS / NEWS
STIFTUNGSRAT STIFTUNGSRAT
DRUCKARTEN DRUCKARTEN
BIBLIOTHEK BIBLIOTHEK
BILDER BILDER
SCHENKUNGEN SCHENKUNGEN
BENUTZER BENUTZER
LINKS LINKS
KONTAKT KONTAKT
LAGEPLAN LAGEPLAN
Stahlstich

Stahlstich

Kunstgeschichte: 1792 von Lacob Perkins von Newburyport (Mass.) erfunden, zunächst im Banknotendruck erprobt. 1810 von Perkins und Gideon Fairman für Schriftmuster angewendet, seit 1818 von Charles Warren und vor allem Charles Heath in London für Kunstblätter und Buchillustration weiterentwickelt. Seit etwa 1820 bis gegen 1900 fast ausschliesslich für die auflagenstarke, handwerklich mitunter hochstehende Reproduktionsgraphik in den genannten Bereichen eingesetzt. Für Akzidenzdruck, Wertschriften- und Briefmarkenstich noch im 20. Jahrhundert im Gebrauch.
 
Verfahren: Tiefdruck. Der Stahlstecher ist meist reproduzierender Graphiker und mit dem Bildentwerfer nicht identisch. Die Vorlage des Künstlers wird in Stahl anstelle von Kupfer gegraben oder gerillt. Die wesentlich härtere Metallplatte wird vor der Bearbeitung durch Ausglühen weich gemacht und nach der Gravur wieder gehärtet. Sie ermöglicht allerfeinste Linien und engste Strichlagen auf Millimeterbruchteilen (Anwendung der Liniermaschine). Wenn nicht die Manier des Kupferstichs nachgeahmt wird, ist dessen "Taille" kaum wahrnehmbar, da die Gravur nicht wesentlich unter die Oberfläche dringt. Aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts sind Kombinationen mit Ätzkunst anzutreffen. Farbdruck wird nicht angewendet, man produziert ausschliesslich Schwarzdruck.
 
Stahlstich vergrössernDas Papier des Stahlstichs ist glatt, ein Plattenrand wohl vorhanden, aber meist nicht wahrzunehmen. Auf dem abgezogenen Druck erscheint das Strichbild streng verdichtet, gleichsam stählern und kalt. Die von blossem Auge mitunter nicht mehr aufzulösende Enge der Parallelstrichlagen ergibt gebundene, kompakte Flächen von gediegener Festigkeit; das linear völlig durchgearbeitete Bild wirkt partienweise überall tonig und zugleich hart, weil die einzelne Linie kein Eigenleben aufweist. Die Auflagenhöhe ist praktisch unbegrenzt; von einer Stahlplatte können bei schonender Behandlung während des Druckvorgangs zehntausend Exemplare in gleich guter Qualität abgezogen werden.
Links:
 Grafikboerse Lexikon S
 
 
 
 
 
Copyright
© Copyright 2012/13 by Ragaziana | www.explore.ch
 
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail
*