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Lithographie

Lithographie

Kunstgeschichte: Chemisches Verfahren, von Aloys Senefelder in München 1798/99 entdeckt, zunächst für Schrift- und Notendruck erprobt und für Bildreproduktion weiter entwickelt. Im 19. und 20.Jahrhundert in allen Bereichen der Gebrauchsgraphik bis zum Plakat, in der Reproduktionsgraphik, Buchillustration und zunehmend in der Künstlergraphik zumal für Farbdruck meistgebrauchte Vervielfältigungstechnik.
 
Verfahren: Steindruck, die eingefärbte druckende Schicht der Druckform (Lithostein) ist weder erhöht noch vertieft. Das von mehreren chemischen Vorgängen abhängige und aus zahlreichen Arbeitsstufen bestehende Verfahren beruht auf der gegenseitigen Abstossung von Fett und Wasser. Der Künstler verwendet als Bild- und Druckträger einen feinporigen Lithostein, der Fett und Wasser leicht einsaugt. Vor Gebrauch wird die 10 bis 12cm dicke Steinplatte glattgeschliffen, gewässert und mit Alaun entsäuert.
 
Auf der glatten Oberfläche zeichnet der Künstler in der Federlithographie mit Feder und in der Pinsellithographie oder Tuschlavierung mit Pinsel und fetthaltiger Lithotusche; auf der gekörnten (aufgerauhten) Oberfläche zeichnet er in der Kreidelithographie mit der fetthaltigen Lithokreide (diese Manier überwiegt zumindest im 19. Jahrhundert). Das Fett des zeichnenden Instruments verbindet sich mit dem kohlensauren Kalk des Steins zu fettsaurem Kalk, der Fett anzieht und Wasser abstösst. Nach vollendeter Zeichnung wird die Steinplatte mit einer Mischung von verdünnter Salpetersäure und Gummi arabicum behandelt, mithin an den zeichnungsfreien Stellen geätzt, wodurch diese in der Folge wasseranziehend und fettabstossend wirken. Der anschliessend befeuchtete Stein wird mit fetter Druckfarbe bestrichen, welche nur an den fetthaltigen Strich- oder Flächenpartien haften bleibt. Der Mehrfarbendruck zunächst von drei Steinen in Gelb, Blau, Rot, später bis zu 15 Steinen übereinander wird bereits um 1809/10 von Senefelder erprobt. Der lithographische Farbdruck beherrscht seit dem späten 19. Jahrhundert alle Bereiche der graphischen Kunst zur Vervielfältigung farbiger Bilder. (Im 20. Jahrhundert Ablösung durch Farboffset-Rotations-Druck).
 
Auf dem schwammigweichen, durch den Druck glattgepressten Papier des Abzugs erscheint ein Strichbild von feinkörniger Struktur, das auch grössere Flächen gleichmässig füllt. Meistens wird Offsetpapier verwendet, doch können auch Bütten- und Kupferdruckpapier geeignet sein. Bild und Plattenrand sind meist identisch; die Plattenprägung bleibt gewöhnlich unsichtbar, kann in seltenen Fällen anzutreffen sein. Höhere Auflagen mit mehreren Tausend Exemplaren in gleich guten Abzügen sind möglich und in der reproduzierenden Lithographie nicht ungewöhnlich; qualitätsvolle Künstlergraphik wird allgemein nur bis zu einigen Hundert Exemplaren hergestellt.
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